Wie wir zum Flat kamen......und später zum Border Collie kamen
1997/1998: Eigentlich wollte ich immer einen Golden Retriever, die waren immer so freundlich und so Menschen bezogen. Eines Tages las ich in der Zeitung ein Inserat in dem stand: "Flat Coated Retriever Welpen zu verkaufen", ich war ganz neugierig auf diese mir unbekannte Rasse und rief bei der Züchterin an um mich zu informieren.
Sie lud uns ein ihre Flats und natürlich die Welpen in Natura zu sehen, nach einigem Zögern seitens von mir, schliesslich sollten die Hunde Fr. 1800.-- kosten schauten wir bei Christa Leuthold in Kallnach vorbei. Als wir vor dem Tor standen und warteten bis geöffnet wurde wurden wir freundlich wedelnd von schwarzen und braunen Hunden begrüsst. Die gefielen mir auf Anhieb den sie erinnerten mich an den Irish Setter den ich als Kind immer so bewunderte wohnte dieser doch nur ein paar Häuser weiter von meinem Elternhaus entfernt.
Wir durften eintreten und wurden sofort von ein paar Flats stürmisch begrüsst. Ich war sofort Feuer und Flamme die schwanzwedelnden Hunde hatten sofort mein Herz erobert. Wir durften uns die Zuchtstätte und Papiere der Hunde ansehen und auch die Welpen und wurden umfassend informiert über den Flat Coated Retriever. Jetzt war uns auch klar warum ein Hund Fr. 1800.-- kosten sollte. Nach ein paar Tagen hatten Hanspeter mein Mann und ich und entschieden aus dem nächsten Wurf einen Flat bei Christa zu bestellen.
Na ja so schnell ging das dann auch nicht bis Jax vom Moosquell bei uns einzog. Erst etwa ein halbes Jahr später war es dann endlich soweit. Erst konnten wir uns nicht entscheiden, nehmen wir einen braunen oder einen schwarzen, Hündin oder Rüde. Schlussendlich hat uns Christa dann die Entscheidung abgenommen und uns Jax anvertraut.
Anfangs mussten wir viel lernen, Jax war ja ein Temperamentsbündel das beschäftigt werden wollte. Hanspeter besuchte mit ihm Welpenspielgruppe, Junghundegruppe, Begleithundegruppe, Agilitygruppe uns vieles mehr. Wenn Probleme auftauchten hatte Christa immer ein offenes Ohr und half uns wenn wir die Junghundegruppe bei ihr auf dem Platz besuchten. Einmal zeigte sie uns wie Jax Papa (Gandor) Agility ausübte. Wir waren begeistert und Christa schlug uns vor ab 1 jährig doch mit Jax einen Aufbaukurs zu machen er wäre doch sicher super geeignet mit seinem Elan. Gesagt getan, nun war ein begeisterter Agility Fan aus uns und Jax.
Nachdem Jax ca. 2.5 Jahre alt war uns wir total dem Flatvirus verfallen waren und mit Jax schon einige Erfolge in Agility, im BH oder auf Ausstellungen verzeichnen konnte, war der Zeitpunkt gekommen um nach einem 2. Flat Ausschau zu halten den ich führen sollte. Jax wurde ja immer von Hanspeter geführt.
Bei Marianne Fischer und ihrer Zucht Splashing Water's kauften wir Twister, ebenfalls einen schwarzen Flat, obwohl ich lieber einen braunen Flat gekauft hätte und es halt nur schwarze gab bei Marianne war mir die Zuchtstätte und woher er kam wichtiger als die Farbe.
Jax und Twister verstanden sich von Anfang an ohne Probleme, Twister lebte sich auch gut ein und da wir nun nicht mehr so Greeenhörner waren war der Aufwand auch nicht mehr so gross wie beim ersten Flat.
Mit Twister ging ich schon früh auf Ausstellungen und besuchte mit ihm ebenfalls Welpenspielgruppe, Junghundegruppe, BH - Gruppe und Agilitygruppe. Twister's Passion war aber das Apportieren, er brachte von Anfang an alles was zu tragen war zu mir und so durfte ich in einer Jagdgruppe mit Twister trainieren. Es machte ihm sichtbar Spass so dass wir uns neben Agility aufs apportieren konzentrierten. Mit Twister lernte ich selbst mit Hund den Hundesport kennen. Wir erlebten viele Höhen und Tiefen und sind mittlerweile zu einem eingespielten Team zusammen gewachsen. Auf Ausstellungen konnte Twister schöne Erfolge erzielen, ist er doch Internationaler -und Schweizer Schönheitschampion.
Beide, sowohl Jax und Twister wurden angekört und durften Nachwuchs zeugen was uns immer sehr freute wenn wir die "eigenen" Welpen besuchen durften. Da Jax für mich der ideale Flat ist, Temperament und Schönheit gepaart mit exzellentem Arbeitswillen wollte ich auf alle Fälle mal eine kleine Jax Tochter kaufen.
Aber erst wollte Hanspeter unbedingt einen Border Collie kaufen. Denn um Agility zu machen war und ist das der ideale Hund. Ich wehrte mich heftig und fand so geduckte und hässliche Border Collies die zum Teil auf Agilityturniere zu sehen waren kommt mir nicht ins Haus. Nach einigen Recherchen in Büchern und Internet sahen wir per Zufall im Fernsehen mal eine Sendung über Hundefussball. Wir waren beeindruckt über die schönen Border Collies die ohne Duckstellung arbeiteten. Der Zufall wollte es, dass ca. ein halbes Jahr später als wir in Friedrichshafen/D auf einer Ausstellung waren genau diese Border Collie Züchterin dort ihre Fussballnummer zeigte. Hanspeter nahm Kontakt auf nach der Vorstellung und beim Gespräch erfuhr er, dass Steffi gerade einen Wurf Border Collies hatte. Sie lud uns nach Badershausen in der nähe von München/D ein ihre Border und die Welpen zu besuchen.
Na ja der Rest ist schnell erzählt, die Hunde waren super anschmiegsam und sehr menschenbezogen so dass wir dann ein paar Wochen später Loa (Highland Rose of Cleverland) bei Steffi abholen durften. Mit Loa war alles sehr leicht, sie ist sehr gelehrig und von Anfang war klar, dass Loa sich super eignete um Agility auszuüben. Mittlerweile läuft Loa im Large 3 und konnte bereits viele Erfolge feiern. Loa ist im Alltag eine kleine Schmusekatze und daher bei gross und klein beliebt. Sie liebt Nasen über alles.....ich sag nur "Schni Schna Schnappi".....
Als Jax mit über 9 Jahren nochmals decken konnte und wie schon erwähnt einmal gerne eine Tochter von ihm gehabt hätte musste ich nun zuschlagen. Da sogar 2 braune Hündinnen gefallen waren war klar, dass ich dort eine Hündin kaufen wollte. Ich erwarb Kiri aus dem Kennel "Gingercreek".
Sie lebte sich tip top bei uns ein, Twister war ihr und ist ihr am liebsten bei ihm durfte und darf sie bis heute alles machen ohne dass er ungehalten oder stinkig wird. Auch mit den anderen zwei ihrem Papa Jax und mit Loa verstand und versteht sie sich bestens.
Mit Kiri habe ich erst Welpenspielgruppe und Junghundegruppekurse absolviert. Seitdem besuche ich mit ihr Einzelstunden bei Conni wo wir Begleithunde, Dummytraining vereinen. Kiri war erst gar nicht apportierfreudig, aber mit Conni's Hilfe ist das heute ihre Lieblingsdisziplin geworden. Mit Kiri besuche ich auch andere spezielle Dummytrainings und an Ausstellungen wird sie natürlich auch gezeigt. Da die Erwartungen in Kiri voll erfüllt wurden, die Gesundheitsergebnisse sind gut, sie arbeitet sehr schön und an Ausstellungen wird sie erfolgreich gezeigt deshalb haben wir Kiri angekört, im Moment zieht Kiri ihren ersten Wurf (A-Wurf 19.4.10) unter unserem Zuchtnamen Sanibelbreeze auf.
Ein grosses Dankeschön, geht an die Züchterinnen von Jax, Twister, Loa und Kiri für Ihr Vertrauen in uns.